PerjuF-H, Perspektive für junge Flüchtlinge im Handwerk

Erste Schritte in Richtung Ausbildung

Eine Ausbildung im Handwerk ist keine Sache, die junge Leute nebenbei machen können. Besonders jungen Flüchtlingen stellen sich viele Hürden. Da ist es gut, dass seit dem Jahr 2016 im Bildungszentrum Handwerk Duisburg (BZH) das Projekt Perjuf-H, Perspektive für junge Flüchtlinge im Handwerk, durchgeführt wird. In dieser Maßnahme werden junge Geflüchtete individuell betreut und gezielt an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt. Junge Menschen, vor allem aus Syrien, dem Iran und Irak, aus Eritrea und Guinea, erhalten an zwei Standorten die Vorbereitung auf eine spätere Ausbildung.

Im BZH stehen die Bereiche Elektrotechnik, Metallverarbeitung und das Maler- und Lackierer-Handwerk im Mittelpunkt, während im Lehrbauhof Vredenhof (der Baugewerksinnung des Kreises Wesel) in Moers erste Kenntnisse als Fliesenleger, Maurer und im Trockenbau vermittelt werden. Dazu lernen die Teilnehmer kontinuierlich deutsches Fachvokabular und werden auf die kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten Deutschlands vorbereitet. Darüber hinaus ist die sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während der gesamten Maßnahme gewährleistet. Die Themen Kultur und Hilfestellung bei Alltagssituationen runden die Vorbereitung ab.

Bis zu zwölf junge Leute können jeweils in einer Gruppe teilnehmen. Die Maßnahme startet meist im halbjährlichen Turnus. In der Praxis bestimmen Arbeitsagentur und Jobcenter in Absprache mit den Verantwortlichen des BZH den Starttermin. Für Handwerksbetriebe besteht die Möglichkeit, Praktikumsplätze anzubieten und so potentielle Interessenten kennenzulernen.

Das Projekt Perjuf-H wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Bundesagentur für Arbeit und den Zentralverband des Deutschen Handwerks gefördert.

Zugangsvoraussetzungen:

  • Sie sind zwischen 18 und 25 Jahre alt
  • Sie verstehen die deutsche Sprache (B1 wäre ideal)
  • Sie sind Asylbewerber oder Geduldete(r) mit Arbeitsmarktzugang oder Asylberechtigte(r) oder anerkannter Flüchtling

Ansprechpartner

Frau Denise Gajzler

Leitung Flüchtlingsprojekte

Telefon: (0203) 9 95 34 – 23

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