BOF, Berufsorientierung für Flüchtlinge

Einblicke in vier Handwerksberufe

Wenn das heimische Handwerk sein Nachwuchsproblem verringern kann und junge Leute aus Krisengebieten in unserer Region eine berufliche Zukunft finden, dann profitieren beide Seiten. Mit dem Projekt BOF, Berufsorientierung für Flüchtlinge, setzt das Bildungszentrum Handwerk in Duisburg genau an dieser Stelle an. In mehreren Gruppen, an Standorten in Duisburg und Dinslaken, führt das BZH junge Menschen vertieft an bis zu vier Ausbildungsberufe im Handwerk heran. Die Maßnahme erstreckt sich über sechs Monate.

Den Interessen und Neigungen entsprechend können sich die Teilnehmer mit dem Metall-, Elektro-, Sanitär, Heizung, Klima-Handwerk (SHK) oder Maler- und Lackierer-Handwerk befassen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Einblicke in den Beruf Kauffrau/Kaufmann im Büromanagement im Handwerk zu gewinnen. Die Werkstatt-Tage finden stets in den eigenen oder angemieteten Werkstätten des Bildungszentrums statt. Anschließend gehen die jungen Leute in die Praktikumsphase und lernen ihren Wunsch-Ausbildungsberuf intensiver kennen. Somit ist der Praxisanteil bei BOF sehr groß. In der Werkstattphase üben sich die Teilnehmer auch in Gewissenhaftigkeit, Kommunikationsfähigkeit und in berufsbezogenem Lesen, Schreiben und Rechnen.

Die Maßnahme ist für Handwerksbetriebe interessant, denn über das Angebot von Praktika im Rahmen der Betriebsphase können diese ihre Auszubildenden von morgen kennenlernen. Mit BOF ist es dem Bildungszentrum Handwerk bereits gelungen, eine Vielzahl von Flüchtlingen in eine duale Ausbildung im Handwerk zu vermitteln.

Zugangsvoraussetzungen:

  • Sie sind zwischen 18 und 25 Jahre alt
  • Ihre Deutschkenntnisse sollten dem Niveau B1 entsprechen
  • Sie sind Asylbewerber oder Geduldete(r) mit Arbeitsmarktzugang oder Asylberechtigte(r) oder anerkannter Flüchtling
  • Sie sollten Erfahrungen in einem handwerklichen Beruf haben. Das können zum Beispiel Berufserfahrungen aus Ihrer Heimat sein, ein Praktikum oder die Teilnahme an einer Maßnahme wie z.B. PerjuF-H oder BeQu

Ansprechpartner

Frau Denise Gajzler

Leitung Flüchtlingsprojekte

Telefon: (0203) 9 95 34 – 53

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